about

Viel zu laufen wurde mir quasi schon in die Wiege gelegt. Da ich im Kindesalter ein ziemlicher „Wonneproppen“ war, hatten wohl meine Erzieherinnen Angst, ich könne noch mehr ansetzen. Ich musste laufen! Immer!
Im Urlaub sah das nicht viel anders aus, denn mit meinen Eltern war ich mehr wandern, als an der Ostsee, um am Meer liegen zu können. Das lag aber nicht am sportlichen Willen meiner Oldies, sondern Ostsee-Ferienplätze waren zu DDR-Zeiten sehr rar angesetzt. Im Winter erweiterte sich das dann auf Langlaufski, was ich als Kind immer sehr gerne gemocht habe. Wandern war aber nur cool für mich, wenn es im Wald war und es vieles zu entdecken gab. Daran hat sich auch bis heute nicht viel bei mir geändert. 😉

Daraus resultierend trugen mich meine Wanderschuhe 30 Jahre lang hinaus in die Welt, die nach unzähligen Flickungen mit Hilfe eines Schusters nun aber nicht mehr reparabel sind. Sie waren nach 1990 auf dem Großglockner, im Harz und auf dem Grünten, überwiegend aber viel im Norden Deutschlands unterwegs. Sie haben 1998 unter erschwerten Umständen Teile des ehemaligen Jugoslawiens durchlaufen und 2006 erst Rhodos, dann 2008 Andalusien und 2011 Schweden gerockt, bevor sie 2019 aus wirklich allen Nähten fielen und damit ein Ende in Sicht war.
Eine Zeit des politischen Umbruchs, in der mir meine geliebten Schuhe „Orte, Begegnungen & Erfahrungen der Welt“ zeigten, was mich wiederum vorwärts brachte, auch wenn sich das erst viele Jahre verzögert bei mir bemerkbar machen sollte. Gute Schuhe haben bei mir einen sehr hohen Stellenwert. Sie „tragen“ und begleiten durch´s Leben!

– unterwegs mit Hanwag

Neustart & Lebensmodelländerung – die Krise als Chance!

Was ich schon seit über 10 Jahren in Berlin starten wollte, hat nun die Pandemie geschafft. Ich war das erste Mal auf einer Gruppen-Wandertour und ich werde damit (allerdings nicht zu Spitzenzeiten der Pandemie) weiter machen, auch der (kleine) Mammut-Marsch ist ein denkbar, anvisiertes Ziel für mich. Ich bin gespannt, ob meine neuen Wanderschuhe ebenfalls solange halten und mich nun auf „neue“ Wege bringen werden.

2020 habe ich meine alte Leidenschaft für das Rad fahren wieder neu entdeckt (damals Mountain Bike, heute Ostrad) und habe (des Erfahrungswertes wegen) in der Vergangenheit an anderen Marathons teilgenommen. An körperlich/geistige Grenzen und durch die Ziellinie zu kommen, ist daher für mich nichts Neues.
Neu ist, das ich seit 2020 nach einer Pneumonie noch immer mit den Folgen (u.a. Schmerzen) zu kämpfen habe und quasi auch in diesem Bereich „neu anfangen muss“. Seit 2020 bin ich also viel zu Fuß und mit dem Rad auf Touren unterwegs, um mich gesundheitlich fit zu halten und mich leistungstechnisch wieder zu steigern. Ich betrachte mich daher wieder als „Anfänger und Newbie“.

– unterwegs mit dem Ostrad

Sehr gerne (der „Belohnungswille“ der Fotografie wegen) suche ich mir überwiegend Strecken aus oder wandere dort mit, wo es ein kleines Highlight der Wanderung oder Radtour gibt. So genannte Osttouren finde ich aufgrund meiner Biografie besonders spannend, das nördliche und östliche Berlin und Umland ist bei mir daher von besonders großem Interesse. Es gibt so viel, was ich noch nicht gesehen habe!

Das reine wandern steht für mich mit kleinen Ausnahmen an erster Stelle, erst danach kommt für mich die Fotografie. Ich strebe keinen Extremsport an und ich wandere auch nicht „ärztlich verordnet“ (wenngleich dies den Tatsachen entspricht). Mir geht´s um Entschleunigung, Stadtflucht, sich fit zu halten, was auch Grenzauslotungen inne hat und dabei die Natur für sich wieder neu entdecken zu können, statt diese Wege in der Stadt zu laufen, was ich in all den Jahren zuvor im großen Stil tat.

Ab jetzt steht also alles auf grün, wenn es heißt: Kommodmit Komoot! 😉