Park-Tour zur Charité Mitte


Nachdem wir uns im letzten Jahr nur beim Spätzle-Essen bei Herrn E. sehen konnten und wir uns davor sehr, sehr lange nicht gesehen hatten, trafen wir uns heute durchgeimpft (zumindest Frau W.) vorm Haus Schwarzenberg in Berlin-Mitte und liefen dann erst einmal förmlich ins Blaue!

Blau war auch der Himmel, es war richtig schön warm heute und die Sonne knallte ohne Ende. Was für ein Frühling und was für ein Tag!
Als erstes spazierten wir zum (Berlin) Hamburger Bahnhof und stärkten uns mit Pommes und Cola, dabei heckten wir den Plan aus, uns die Charité Mitte (den Park) näher anzusehen, sollten wir (pandemiebedingt) dort rein kommen. Wir kamen rein!

Über die Friedrichstraße gelangten wir zur Claire-Waldoff-Straße, von wo aus wir auf die Anlagen des ehemaligen französischen Hospitals gerieten. Von dort führten dann auch Wege direkt in den Park der Charité.

Den dreigeschossigen gelblichen Backsteinbau hat 1877/78 G. A. Gaillard als Hospital der französischen Kolonie in Berlin errichtet. Es ersetzte das baufällig gewordene Krankenhaus, das 1686 gegründet wurde und das seit 1734 als französisches Hospital firmierte. An den Seitenpfeilern des Mittelportals standen Statuen des Kurfürsten  Friedrich Wilhelm (1620-1688) und des Königs  Friedrich II. Nach der Zerstörung im II. Weltkrieg blieb nur der Westflügel erhalten. Die Außenfront wurde originalgetreu wieder hergerichtet und das Gebäude durch flache Anbauten erweitert. Bereits 1926 war das Hospital als Altersheim Dorotheahaus nach Pankow Niederschönhausen verlegt worden. Seit der DDR-Zeit sind hier Teile der Verwaltung von Mitte sowie ein Kindergarten untergebracht. Das historische Bauwerk steht unter Denkmalschutz. (Quelle)

An die Unterzeichnung des Potsdamer Edikts am 29. Oktober 1685 erinnert oben gezeigtes Gedenkzeichen in Gestalt eines Pelikans, das am 29. Oktober 1994 vor dem ehemaligen Hospitalgelände der Französischen Kirche in der Friedrichstraße/Ecke Claire-Waldoff-Straße in Mitte enthüllt wurde.

Im Park der Charité angekommen, erwarteten uns blühende Bäume, aber auch sehr ungewöhnliche Streetart, ich weiß leider nicht, von welchem Künstler dies ist:

Auch hier war ich tatsächlich (sowohl, als auch) zum ersten Mal und war außerordentlich angetan von diesem parkähnlichem Gelände, welches trotz Corona offen hatte; ich aber über den Park (bisher) kaum brauchbare Infos gefunden habe:

Zum späten Nachmittag machten wir uns noch auf Mauerspuren in Richtung Bundeswehrkrankenhaus, wo wir uns die Gedenkstätte Günter Leftin und den Invalidenfriedhof ansahen:

Frau W. fliegt nun erstmal zurück und das nächste Wiedersehen wird hoffentlich im Sommer sein? Ich hoffe es. Dann wird die nächste Tour gemacht! Ob zu Fuß oder mit Rad (Pankeradweg auf ihren Wunsch geplant), das werden wir dann sehen.

Ca. 13 km sollen das gewesen sein. Kaum zu glauben.

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