Fotomarathon Berlin 2013


Wieder mitgemacht, durchgehalten und angekommen!

Schon im Mai meldete ich mich für den diesjährigen Fotomarathon in Berlin an, denn dieses Jahr wollte ich es endlich wieder schaffen!
2010 nahm ich an meinem ersten Fotomarathon teil – und kam auch durch das Ziel. Ich hatte vereinzelt vielleicht gute Fotos gemacht, aber nicht wirklich eine Serie. 2010 zählte für mich das Mitmachen.
Letztes Jahr war ich Teambedingt vorzeitig ausgeschieden. Neben dem Ärger war das Wetter zusätzlich noch von Dauerregen begleitet und der Rest ist nichts fürs Internet. Ein altes Sprichwort sagt: „Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende“. Und beim zweiten Punkt war ich viel zu lange zu nachgiebig. Ich bin ein sehr lösungsorientierter Mensch und ich mag es nicht, wenn man aufgrund eigener nicht geschaffter Ziele, die man sich vorher gesteckt hat, das Ziel anderer konzentriert zerstört, damit man nicht alleine mit dem Misserfolg da steht. Das ist kein Fair Play und Teamgeist geht anders!

Durch eine Einschränkung ist für mich ein Fotomarathon immer wieder eine neue und sehr große Herausforderung. Und ich finde es sehr wichtig, seine Grenzen auszuloten, sich was zuzutrauen, alles zu geben – für sich selbst und (wenn es klappt, auch): für gute Fotos! Neue Menschen kennen zu lernen und sich auszutauschen und ggf. zu vernetzen. Denn: einen Fotomarathon kann man auch privat machen und sich z.B. ein interessantes Thema raus suchen. Letztendlich ist das neben der körperlichen Grenzerfahrung auch immer gutes Brainstorming!

– meine diesjährige Startnummer, noch ganz frisch

Diesen Samstag ging ich ohne großen Vorbereitungen zum Fotomarathon. Ich nahm zum ersten Mal keine Hilfsmittel mit. Auch kein Stativ, was für mich zu viel körperliche Last gewesen wäre. Und auch vom Kopf her wollte ich „frei“ an das Thema heran gehen. Einzig an der Kamera hatte ich meine Kontraste im Vorfeld etwas höher gesetzt, was man an den Fotos unten gut erkennen kann. Ich bin logischerweise nicht wirklich zufrieden mit der Serie, dafür aber umso mehr anhand eines Fotos, welches bis  heute nicht in das Foto-Archiv verschwindet!

Nur zum Spaß (nach dem Motto: „könnte ja gut werden, nichts unversucht lassen“) suchte ich mir jemanden, mit dem ich gemeinsam losziehen wollte, aber immer im Hinterkopf – wenn es nicht funktioniert, gehen wir getrennte Wege. Und so war es auch – gleich zu Anfang an. Fand ich sehr fair, das wir beide zu dem Entschluss kamen und wir uns mitteilten. Manchmal passt es eben nicht.

– kurz vor dem Startschuss am Park am Nordbahnhof

Dieses Jahr stand (wieder) alles auf grün! Ich hatte zwar schlecht geschlafen, aber das Wetter war sehr gut. Am Nordbahnhof bekam ich von Tita meine Startnummer und diverse Utensilien wie einen Stadtplan und Heftchen für die Passanten etc. und gegen 11 Uhr fiel der obligatorische Startschuss.

Das Oberthema: „Was für eine Überraschung“ wurde bekannt gegeben. Die Unterthemen waren: 1. Eintauchen, 2. Irrwege, 3. Ausgetrickst, 4. Hauptgewinn, 5. Wie gewonnen so zerronnen, 6. Verschwommen, 7. Das Schicksal nimmt seinen Lauf, 8. Froschkönig, 9. Verzaubern, 10. Halbwelten, 11. Verflucht und 12. Abtauchen. Zum Verständnis: Ganz am Anfang des Marathons bekommt man nur das Oberthema mitgeteilt und den ersten Themenzettel mit den ersten Unterthemen (in diesem Jahr nur 4 Fotos pro Themenzettel an jeder nächsten Station).

Los ging es für mich in Gesundbrunnen & Wedding, da die erste Zwischenstation im Stattbad Wedding war. Ich lag sehr gut in der Zeit (zu erkennen auch an der Uhr) und war überpünktlich vor Ort. Daher konnte ich auch die Schwimmhalle noch von innen fotografieren; ein super schöner Nebeneffekt für mich!

Mittlerweile wusste ich durch meinen neuen Themenzettel, das ich gegen 19 Uhr in Neukölln sein musste, um mir den vorletzten Stempel abholen zu können. Ich verlagerte also den Kiez von Wedding nach Neukölln. Dort drehte ich bis kurz vor Schluss meine Runden, denn gegen 23 Uhr musste ich beim Badeschiff in Treptow-Köpenick sein und wollte den bald anstehenden Sonnenuntergang (nebenher) genau dort in den Kasten bekommen. So entstanden diese Aufnahmen (natürlich ohne Stativ, siehe oben), die mir gerade noch so einigermaßen gut gelungen sind:

Ich war pünktlich und schaffte es ins Ziel. Zuvor wurden bei einem Kaffee auf dem Badeschiff noch die letzten Fotos von mir aussortiert, bevor ich meine Serie von 12 Fotos der Jury übergab und meine erste Urkunde entgegen nehmen konnte:

12 Fotos in 12 Stunden sind sehr gut zu schaffen. Ich hatte das Gefühl, mich mehr mit dem Thema befassen zu können, um im Zeitplan zu bleiben. Am Anfang hakt es zwar meist immer ein wenig, aber wenn die ersten Fotos im Kasten sind, hat man auch für sich seinen Anspruch gefunden. Wenn man Glück hat, ist dieser umgesetzt sogar auch hoch geschraubt.
Ach ja, ich bin mindestens 40 bis 50 km gelaufen. Ich habe mir das bei Google Maps mal in etwa ausrechnen lassen. Das ist schon krass. Mein Fuß ist heute am Sonntag zwar noch ziemlich dick, aber es wird schon besser.

Ein Fotomarathon lohnt sich auf jeden Fall und immer! Man lernt in Serien zu denken und zu fotografieren (zumindest ist der Versuch der Umsetzung da und das man sich damit befasst). Ein gutes Bild zu machen ist einfach. Eine ganze Reihe von 12 Fotos zu machen, die alle zueinander passen: aber ganz schön schwer. Und wenn man einmal damit angefangen hat, will man nicht mehr anders fotografieren! Letztendlich ist es aber immer die praktische Übung und Umsetzung, um darin besser zu werden. Ein paar meiner Fotos (Signalfarbe rot als Konzept im Versuch):

Was mich immer wieder rührt, ist; dass Andrea und Tita mich „jedes Jahr“ aufs Neue begrüßen, meinen Namen wissen uns sich freuen, das ich wieder da bin. Und das, obwohl ich dort noch nicht mal richtiger „Stammgast“ bin. 🙂 Sowas ist schön! ❤️

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