Wenn der Wald im Moor steht


Atemberaubende Stimmung im Teufelsbruch

Der Spandauer Forst ist mit 1347 Hektar Gesamtfläche eines der größten Waldgebiete in Berlin. Er liegt an der nordwestlichen Stadtgrenze im Ortsteil Hakenfelde des Bezirks Spandau. Drei Teilbereiche im und am Spandauer Forst sind als Naturschutzgebiet ausgewiesen, zudem ist der gesamte Wald als Landschaftsschutzgebiet unter Schutz gestellt und als Fauna-Flora-Habitat-Gebiet sowie Vogelschutzgebiet teil des Natura-2000-Netzes.

Mit dem Bus 136 erreicht man die Haltestelle Aalemannufer, wo die Wanderung direkt gegenüber in den Spandauer Forst startet. Mit Frau M. war ich allerdings bis Papenberge/Spandauer Landstraße gefahren, also ein oder zwei Haltestellen weiter, von wo wir dann aus in Richtung Wald einbogen sind.

Hätte ich die Holzskulpturen des Schweinehirten mit den Wildschweinen nicht fotografiert, wüsste ich heute nicht mehr, wo wir in etwa waren. Diese Motive ließen letztendlich Rückschlüsse darauf zu, das wir im Teufelsbruch samt Nebenmooren waren. Später entlang auf Holzpfaden. Die Seite: Outdoor aktiv und ökologisch beschreibt diese Skulpturenansammlung als „Wildschwein-Rastplatz“.

Der Schweinehirt ist von einem Mitarbeiter der Berliner Forsten mit der Motorkettensäge aus einem massiven Stamm geschnitzt worden. Um ihn herum findet man einige “Wildschweine”, die ausnahmsweise auch gestreichelt werden dürfen.
Zusätzlich steht an dieser Kreuzung eine große hölzerne Sitzecke, die zu einer Rast einlädt (was vielleicht in kälteren Tagen nicht besonders vorteilhaft ist).

Das Gebiet steht unter Naturschutz, deren Entstehung aus einem See heraus war und sich zu einem artenreichen Feuchtbiotop entwickelte. Durch starke Einschnitte, wie z.B. Aufschüttungen für den Dammweg und die “Bötzow-Bahn”, wurde das ursprünglich deutlich größere Moorgebiet zu der jetzigen Größe verkleinert.
Im Jahre 1933 wurde dieses Gebiet auf Grund seiner seltenen Pflanzen- und Tierarten unter Schutz gestellt.

Teufelsbruch & Nebenmoore

Das Naturschutzgebiet „Teufelsbruch und Nebenmoore“ nimmt eine Fläche von 48 Hektar ein. Es liegt im östlichen Teil des Waldes nahe der Niederneuendorfer Allee. Noch im 19. Jahrhundert stellte das heutige Teufelsbruch einen See dar und hieß damals Teufelssee. Das Teufelsbruch stellt ein ausgedehntes, mit Wald und Gebüsch bewachsenes Moor dar, in dem unter anderem rund 240 Pilzarten sowie über 550 Käfer- und 150 Spinnenarten registriert wurden. Durch Bewässerungsmaßnahmen konnte der Lebensraum des vormals aus dem Spandauer Forst nahezu verschwundenen Moorfrosches wiederhergestellt werden.
Durch ein Wanderwegenetz kann das Teufelsbruch gut besichtigt werden, ohne die Flora und Fauna zu stören.

Wenn man über die Brücke „Oberhavelsteg“ bis zum Aalemannkanal gelangt, kommt man zur Fähre, die einen zum gegenüberliegenden Ortsteil Tegelort übersetzt. Am Kanal entlang kommt man dann wieder zur Bushaltestelle für die Rückfahrt.

Wenn man ganz hartgesotten ist, geht man zu Morgengrauen in die Moore, wenn die erste Sonne durch die Wipfel glitzert oder sogar Frühnebel den Wald schaurig-schön verhüllt. Ich kann diese Strecke jedenfalls sehr empfehlen; um dort ein bisschen auszuspannen und das Gefühl von viel guter Luft wieder zu bekommen!

Ca. 6 km waren das (mehr mit Sicherheit nicht):

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