Heute ist ein guter Tag!

Das dachte sich auch der 25. Februar, denn das Thermometer knackte heute die 20° Marke, so etwas habe ich in meinen gesamten Jahren noch nicht erlebt! Vor ungefähr einer Woche lag hier noch Schnee, heute saß ich in den Nachmittagsstunden mit dem T-Shirt draußen. Von mir aus könnte das so bleiben, Wärme und Trockenheit tun mir unheimlich gut!

– RAW Gelände in der Revaler Straße, Friedrichshain

Heute war ich zu Fuß unterwegs. Zumindest überwiegend. Ein kurzes Stück mit dem ÖPNV bin ich zwar hin- und zurück gefahren, dafür habe ich heute eine mega super große Runde gedreht. Wäre ich wandern gegangen, hätte ich geschrieben: „ich war heute unterwegs, um Bäume auszureißen“.

Friedrichshain/Kreuzberg war heute mein Einzugsgebiet. Einfach nur durch die Straßen spazieren, ein gutes Plätzchen für´s Sonnenbaden suchen und einfach nur die Sonne auf sich wirken lassen. Im Görlitzer Park hatten sich schnell zig Menschen angesammelt, die auf den Wiesen chillten.

Nach einem längerem Spaziergang durch den Kreuzberger Kiez ging es Richtung Oberbaumbrücke. So richtig Lust, Streetart zu fotografieren, hatte ich nicht, aber hier und da nahm ich was mit oder fotografierte Murals, die mir über den Weg liefen:

Der Blick von der Oberbaumbrücke einfach nur schön:

Besonders gefreut hatte ich mich, als ich ein Werk von Alice Pasquini fand. Etwas versteckt in einem kleinen parkähnlichen Gelände an der Kreuzung Mühlenstraße/Warschauer Straße, schön angeleuchtet von der Sonne:

Leider schon ziemlich „gecrosst“ (übermalt), aber immer noch gut erkennbar! Dort verbrachte ich auf einem Baumstamm und Döner essend noch ein wenig Zeit, bis ich mich Richtung RAW aufmachte und erst, als langsam die Sonne unterging, machte ich mich wieder auf den Heimweg.

Ein ausgiebiger Spaziergang war das heute also nicht, eher eine wärmende Verschnaufpause im Winter und für´s sonnige Gemüt! 🙂

Sonne, blauer Himmel & Schnee

Die Sonne hat mich heute in den Prenzlauer Berg getrieben. Eigentlich wollte ich nur einen Abstecher zum Mauerpark machen, allerdings verging mir schnell die Lust, denn dort wurde ich wie eine Außerirdische beäugt, weil ich mit Maske da durch lief. Niemand (von den Erwachsenen) hatte dort auch nur ansatzweise was vorm Mund. Vermutlich laufen diese Leute auch ohne durch belebte Straßen, keine Ahnung. Vielleicht habe ich aber einfach auch nur zu viel Respekt vor diesem Atemwegsscheiß, letztendlich habe ich ja immer noch damit zu kämpfen.

Ich kann mich damit in der aktuellen Lage jedenfalls nicht anfreunden und daher habe ich mich dann dort auch wieder raus geschlichen und habe mich noch ein wenig auf den Straßen Berlins rumgetrieben. Dort war es entschieden ruhiger – aber auch matschiger. 😬😎

Rund um die Kastanienallee, Schönhauser Allee, Senefelder Platz und die Ecke rund um das Brunnenviertel sowie Bornholmer Straße waren „heute (mal wieder) mein Revier“ und auch ein paar Schneemänner konnte ich nochmal vor die Linse bekommen, bevor wieder alles schmilzt. 🙂

Das waren zwar 2 Stunden Fußmarsch, aber ich hatte heute auch keinen guten Tag. Trotz alledem habe ich das Gefühl, das die starke Erschöpfung so langsam von mir weicht. Hier muss ich mich wohl weiterhin in Geduld üben.

Endlich Schnee…

…der scheinbar auch liegen bleibt…

Heute gab es nur eine kleine Runde, weil: einfach zu kalt! Immerhin, ich war draußen, bis es dunkel wurde. Jetzt ist erstmal heißer Kakao angesagt! ❤ Die Fotos sind aus dem Prenzlauer Berg, überwiegend Helmholtzplatz.

Fucking Berlin, ich bin so am Arsch!

Wir haben heute Sonntag. Vorgestern hatte ich einen Zusammenbruch, ich bekam erstmals Fieber und Schüttelfrost nach über 30 Jahren und ich kann nur sagen, es kam nach ca. 8 Wochen krank sein mit Lungen- und Brustkorbschmerzen gegen Nachmittag wie eine Lawine und so urplötzlich. Es hat mich derartig erschlagen, ich hatte Angst, mich schlafen zu legen…Über den Rest möchte ich nichts weiter schreiben, weil ich das nicht mehr so nah an mich ran lassen möchte, das war einfach zu schlimm…

Noch immer verdränge ich, das es Covid-19 sein könnte (ich weiß um meinen Kontakt aus dem Gesundheitswesen), kann es aber eben auch nicht ausschließen. Wie auch, getestet werde ich nicht und Ärzte gibt es auch nicht, die mit solchem Atemwegsinfekt behandeln. Ich mach das also alleine mit mir aus. Die Mail an meine einst gedachte neue Hausärztin wird auch nicht beantwortet. Also ist jetzt ganz viel Selbstfürsorge angesagt!

Eigentlich war am 20. März der Tag, an dem ich mich in Selbst-Iso begeben wollte. Bis dahin war ich noch gezwungen (worden), Ämter- und Behördensachen zu klären, alles maskenlos. Ich wurde mit einer Ausnahme von allen belächelt und mir wurde gesagt, dass das bestimmt nur ne Grippe ist. Ich glaube aber immer mehr, das es eine Lungenentzündung ist, denn diese zerdrückenden Brustkorbschmerzen sowie das tiefe Brennen in den Lungen hat nichts mit Grippe zu tun. Ich bin (wie jeder andere, der derzeit alleine in seiner Wohnung sitzt) tatsächlich so richtig am Arsch!

Genötigter Spaziergang in Covid-Zeiten mit Lungenerkrankung

Noch mehr am Arsch war ich, weil ich heute einem Kumpel noch kontaktlos etwas übergeben musste. D.h., ich habe HAD-bedeckt zu diesem laufen müssen, weil Fahrrad nicht ging und ÖPNV für mich tabu ist. Ich hatte noch etwas von ihm, was ich ihm eh zurück geben wollte und eigentlich wäre es mir lieber gewesen, er hätte es von mir abgeholt. Aber: ich hatte schon eine böse Email erhalten und auch so ist er mehr der Typ, der ständig Verschwörungserzählungen anhängig ist. Ich frage mich, wie das mit der Pandemie für ihn werden wird (bzw. unsere Kumpelschaft, die jetzt auf der Kippe stehen könnte). Er ging auch schon die letzten Wochen davon aus, das ich nur eine schwere Erkältung habe und das ich nur Panik und Paranoia schieben würde; er hatte mich vor dem 20. März sogar noch gegen meinen Zweifel „ganz mutig“ in den Arm genommen, um scheinbar zu zeigen, „wie stark er ist“ und welche „wahnhaften Züge mich so ängstlich machen“. Das übliche, subtile Verhalten halt, wie es klassische Veschwörungsideologen oft an den Tag legen, dabei ist das deren Angst.

Der Weg zu ihm (und zurück) hat Stunden gedauert und es gab immer mal wieder Momente, wo ich überlegt habe, mich einfach auf die Straße zu setzen, weil ich einfach nicht mehr konnte. Arme hoch, wenn ein RTW vorbei fährt? Ich fühlte mich von Kraft und Energie wie komplett ausgesaugt – so von jetzt auf gleich war auch die letzte Kraft mit einem Mal weg. Ich empfand nur noch eine tiefe Schwere, die auf den Körper drückte und kleinste Kraftanstrengungen waren kaum noch kontrollierbar für mich. Einfach nur vom langsamen gehen. Ich konnte gar nicht so viel atmen, wie ich für diese Kraftanstrengung des Spazierens gebraucht hatte. Und ich musste noch meine Treppen hoch! Da weint man einfach nur noch.

Bei ihm um die Ecke ist ein Park, wo ich erstmal Pause gemacht habe. Dort war kaum eine Menschenseele. Ein Foto von einem Eichhörnchen habe ich noch gemacht. Mein Highlight des Tages. Da hab ich sicherlich auch gut ne Stunde gesessen, um den Weg dann auch wieder nach Hause zu schaffen. Dieser Gang war wirklich Horror. Und überall auf der Straße waren Menschen versammelt, die auch einem Spaziergänger keinen Platz machten und ich jedes mal die Seite wechseln musste. Das hat mich zusätzlich Kraft und Atem gekostet, zum kotzen. Einfach nur zum kotzen!

Für mich steht fest: das, was ich aus freien Stücken schon am 20. März beginnen wollte (Selbst-Iso), wird ab heute für mich Programm. Meine Nachbarin ist so lieb, sie kauft für mich ein, ob Apotheke oder Lebensmittel. Sogar eine Rolle Klopapier hing letztens an meiner Tür (weil Klopapier ausverkauft war). Sie kümmert sich wirklich sehr fürsorglich und aufmerksam um mich. Ich bin nicht am Arsch! Was für ein Trost!

Nachtrag: Ich habe ihn auf der 1. großen Corona-Rebellen-Demo in Berlin am 1. August 2020 gesehen! Natürlich nicht mittendrin, sondern ganz klassisch am Rande, so das niemand über ihn behaupten könne, er wäre mitgelaufen und Verschwörungsideologe. Genau das passt zu ihm, so ist er schon immer gewesen. Immer so, das er sich „überall rauswinden kann“. Ich bin es so leid um Menschen, die keine Haltung und keinen Arsch in der Hose haben und einfach nur bemitleidenswerte Opportunisten sind.
Als ich ihn im April zwecks Hilfe/Rat anrief, wo es mir so schlecht bzgl. Atemnot und Herzrasen/Herzstolpern ging, schrie er mich an, das ich mir das alles nur einbilden würde und ich ein Hypochonder wäre. Da legte ich einfach auf. Für mich war hier die Grenze überschritten. In einem späteren Telefonat (er rief mich 2021 nochmal an) stritt er das alles ganz typisch ab.
Ich habe mir geschworen, ich gebe keine Kraft und Energie mehr für Menschen (im privaten) aus, die Verschwörungsmythen anhängig sind. Letztendlich gehe ich dabei drauf und dafür ist mir mein Leben zu wertvoll. Ich möchte in keinen Märchen leben, sondern in der Realität, die ich mir schön gestalten möchte, statt immer nur mit Misstrauen durchsät zu sein.
Wenn er wüsste, bei welchem „Medium“ ich heute bin, hätte sich das spätestens wohl auch jetzt (für ihn) erledigt. Muss man ziehen lassen. Ist so.

Subtile Nötigung, egal von wem, ist ein perfides Mittel der Macht und Kontrolle, was zu Schuldgefühlen führen soll. Das lasse ich nicht mehr zu!