Neujahrsspaziergang: ca. 15km bei strahlender Sonne in der City

Heute sollte ich vom Gedenkort GĂŒterbahnhof Moabit ein paar Fotos machen. Los ging es am Westhafen.
Dem Wetter sei Dank war es heute zwar ziemlich kalt, aber dafĂŒr sehr, sehr sonnig, strahlend blauer Himmel und trockenes Wetter; perfektes Fotowetter also und perfektes Winterwetter fĂŒr einen langen Spaziergang!

Da ich schon etwas lĂ€nger keine Streetart mehr fotografiert hatte (bestimmte „Hotspots“, die ich immer mal wieder aufsuche), nutzte ich heute das schöne Wetter und „wanderte“ (oder wie man es in der City sagt: „spazierte“) ich von Moabit in Richtung Nordhafen, wo mich nicht nur eine vermeintliche Haifischflosse erwartete, sondern auch eine Menge Möwen, die von einem SpaziergĂ€nger dort gefĂŒttert worden.

Über die Route: Bundeswehrkrankenhaus, BND – Richtung Chausseestraße hoch ging es ĂŒber Pergamon- und Bode-Museum bis zum Hackeschen Markt und spĂ€ter Richtung Alexanderplatz, wo letztendlich meine Tour nach meinen eingefangenen Streetart-Werken auch mit ca. 15km bei 3 Stunden Fußmarsch endete! Die KĂ€lte zog langsam durch alle Schichten durch, da wurde es Zeit fĂŒr den Heimweg.

Apropos: „Smartphone – KĂ€lte – und immer ausgehen“. Stetig an die Powerbank angeschlossen blieb mein Smartphone heute bis zum Schluss stabil! Das ist gut zu wissen, wenn ich hoffentlich demnĂ€chst bald mal wieder wandern gehe!

Zwischen Spree & Rummelsburger See

Nach einem Kinobesuch mit sage und schreibe 2 Besuchern, inklusive mir, ging es heute von Friedrichshain aus Richtung Treptower Park, genau genommen Richtung Rummelsburger Bucht. Da an Tagen wie diesen in Friedrichshain quasi Volksfest herrscht und die Straßen ĂŒbermĂ€ĂŸig proppevoll sind, suchte ich mir eine etwas ruhigere Gemengenlage – und die fand ich auch rund um den Rummelsburger See.

– deutliche Worte und Statement der Kirche

Meine gesamte Route verlief heute von Friedrichshain ĂŒber Ostkreuz und begann an der Rummelsburger Bucht an der ElsenbrĂŒcke entlang dem Ufer bis hin zum Regattaufer hoch, Yachthafen Stralau, entlang dem Paul & Paula Ufer samt den vielen Hausbooten, was man evtl. nicht mehr lange sehen kann, denn auch hier möchte man eine glatt gelutschte Landschaft aus den Lofts nah am Wasser sehen und keine alternativen Lebensmodelle.

ZurĂŒck ging es wieder zu Fuß nach Friedrichshain, genau genommen zum RAW-GelĂ€nde, hier erhoffte ich mir beim Emma Pea eine kleine StĂ€rkung mit der so leckeren GemĂŒsequiche, aber daraus sollte heute nichts werden, schade. So blieb es bei noch 2 bis 3 gemachten Streetart-Fotos, die Sonne ging schon langsam unter und ich trat fĂŒr mich den Heimweg an. Das war sehr anstrengend heute – vor allem bei der Hitze. Ich bin platt!

Das RAW ist ĂŒbrigens auch von der VerdrĂ€ngung durch Kapitalinteressen bedroht. Wie so vieles, was von der LebensqualitĂ€t her das angenehme verbindet. Es ist nur noch deprimierend, wie aus dieser einst doch so lebendigen Stadt immer mehr Finanz, Beton und Verbot – statt Leben wird.

5 Uhr Tour zum Sonntag in Berlin

Hitze gepaart mit Pandemie: unertrÀglich!

Derzeit macht mir die Hitze sehr zu schaffen. FĂŒrÂŽs Rad fahren ist es mir zu heiß und ĂŒber den ÖPNV brauchen wir gar nicht erst zu reden, zumal ich noch nicht durchgeimpft bin und ich mir alle Absonderungen von fremden Leuten in ĂŒberwiegend ungelĂŒfteten Bahnen ersparen möchte.

Nach dem Motto: „Enjoy your Sommer“, was ich mir wieder einmal kurz vorher bei Instagram heraus suchte, machte ich mich heute gegen 5 Uhr in der FrĂŒhe fĂŒr eine ausgiebige Tour ab der Ostseestraße los, da es derzeit zu dieser Uhrzeit noch sehr angenehm kĂŒhl und menschenleer auf den Straßen Berlins ist. Es ist eine entspannte AtmosphĂ€re in der Luft, wie es mir fĂŒr eine Großstadt gefĂ€llt!

Beginnend mit dem Prenzlauer Berg tastete ich mich nun zu Fuß und ĂŒber die Prenzlauer Allee (mit immer wieder kurzen Abzweigungen in die Nebenstraßen) weiter in Richtung Alexanderplatz. Die Straßen waren weitestgehend leer, nur vereinzelt hier und dort waren ein paar Menschen zu sehen. Die Stadt so schlafen zu sehen (in Lockdown-Zeiten Anfang 2020 war es mir gesundheitlich leider nicht möglich, das zu sehen und zu fotografieren, was ich sehr schade finde) war schon fantastisch anzusehen, quillt sie doch sonst aus all ihren NĂ€hten.

Bevor ich am Alexanderplatz angelangte, machte ich noch ein paar Fotos am Haus der Statistik, hier hatten einige Streetart-KĂŒnstler neue Werke hinterlassen, was ich mir ebenfalls zuvor via Instagram heraus gesucht hatte, damit diese Tour anderweitig noch ein wenig „lebendig“ wird:

Der Alexanderplatz – menschenleer:

Weiter ging es zum Hackeschen Markt in Mitte, speziell zum Haus Schwarzenberg:

Jetzt war aber erst einmal Kaffee (Cortado) trinken angesagt und den holte ich mir natĂŒrlich dort, wo ich immer hingehe, wenn ich in Mitte nahe der Oranienburger Straße bin: in die Espresso-Ambulanz!

Über die Torstraße ging es anschließend aber gemĂ€chlich Richtung (Park am) Nordbahnhof, dort hatte ich ebenfalls noch etwas abzulichten, bevor ich mich nach abgelaufenen 5 Stunden auf den Nachhause-Weg machte:

Zusammen gerechnet ergibt die heutige Tour ca. 15 km. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, das mĂŒsste man eigentlich viel öfter (so frĂŒh) machen!

Kleine FrĂŒhlingsradtour durch Pankow

Heute hieß es mal wieder: ACAB! đŸ˜Ž „All Colors are beautiful“ (fĂŒr die sofortigen, notorischen Schnappatmer) 😂
Davon ist ja derzeit sehr viel auf den Straßen BerlinÂŽs zu finden, steht allerdings in einem Bezug zur Streetart und deren kreativen AusĂŒbung. 😉 Und zugegeben, auch deswegen (der Streetart wegen) war ich los geradelt, nicht nur der schönen BaumblĂŒten wegen, die ich mir heute erhofft hatte, vor die Linse zu bekommen!

Meine Runde ging also heute mal wieder durch Pankow. VordergrĂŒndig, wie schon geschrieben, wollte ich natĂŒrlich die tollen BlĂŒten sehen, bevor der Sturm alles leer fegt. Und: ich wollte wieder „ins GrĂŒne“; der BĂŒrgerpark Pankow bot sich dafĂŒr an; aber auch die Umgebung selbst:

Gesucht nach den Streetart-Werken von Innerfields (siehe Fotos außer Birds) hatte ich schon lange, heute habe ich sie endlich gefunden. Und auch an der S-Bahn Trasse zwischen Wollank und Pankow gab es noch einiges zu finden:

Zum Schluss entdeckte ich noch ein StĂŒck Hinterlandmauer, leider habe ich dazu keine weiteren Infos bisher gefunden:

Das warÂŽs auch heute schon wieder mit meiner „Lockdown-Tour“. Auf ein nĂ€chstes!

Charme & Shabby

Zwischen Bonzenviertel im schönen GrĂŒnen, wohltuender Pampa und DDR-Ruinen

Nachdem ich gestern schon wusste, das es heute regnen wird, hatte ich den gestrigen Tag noch ausgiebig genutzt, um mich draußen mit dem Rad noch etwas auszutoben.
Zwischen alter DDR-Architektur (Majakowskiring, Diplomatenviertel in der Tschaikowskistraße mit ehemaliger Botschaft Iraks in der DDR, Sowjetischem Ehrenmal in Schönholz) und ein bisschen Naturschutzgebiet fuhr ich am Volkspark Schönholz, BĂŒrgerpark Pankow und Schlossgarten in Niederschönhausen entlang.

Von der Norwegerstraße aus (BösebrĂŒcke/Bornholmer Straße) ging es los in Richtung Pankow:

Erster Stopp war im BĂŒrgerpark Pankow:

Weiter ging es durch den Kiez selbst, gesĂ€umt von alten und charmanten Altbauten, wie man es aus Pankow kennt. Dazwischen ein wenig Streetart und wie man auch hier sehen kann: der FrĂŒhling ist da!

Die irakische Botschaft in der DDR befand sich zwischen 1974 und 1991 in der Tschaikowskistraße 51 im Berliner Ortsteil Niederschönhausen (Bezirk Pankow). Es befindet sich bis heute im Besitz der Republik Irak, der zu DDR-Zeiten ein alleiniges, unbefristetes Nutzungsrecht an dem GrundstĂŒck eingerĂ€umt wurde. Sie verfĂ€llt.

GeschichtstrĂ€chtig ging es weiter, schließlich wollte ich mir noch kurz das sowjetische Ehrenmal in der Schönholzer Heide ansehen, was ich erst kĂŒrzlich bei einer Wanderung nicht mehr schaffte. Ich war nur kurz da, fĂŒr einen Überblick, viel Lust hatte ich nicht, das gesamte GelĂ€nde abzulaufen (getreu dem Motto: „Ich war -sogar mit Rad- da“):

Zum Schluss ging es noch in das Naturschutzgebiet rund um die Zingerwiesen. Hier wurde es langsam schon dörflich (und ebenso schlecht die Straßen, halt wie in DDR-Zeiten):

Das war mal wieder eine schöne Fahrt ins Blaue! 🙂 Gute 15 Kilometer.

Radtour nach Kreuzberg

Bei anfangs nicht so stabilem Wetter ging es zur Abwechslung mit dem Rad auch mal wieder nach Kreuzberg. Viel zu wenig auf meinem Programm, aber auch nicht gerade die kĂŒrzeste Strecke (dafĂŒr so viel mitten durch die Stadt). Der Anhalter Bahnhof wurde der Ausgangspunkt:

Ein bisschen Streetart hier und da, zwischendurch immer mal wieder ausruhen, war das heute eher ein 08/15 Tag fĂŒr mich, was die Fotos betraf, verbunden mit der anstrengenden Radfahrt.

Aber: ich sollte nicht enttĂ€uscht werden! Die schönsten Fotos konnte ich dann doch noch erhaschen. FĂŒr den FrĂŒhling bot der Mehringdamm nĂ€mlich eine wunderschöne Kulisse:

Auf dem RĂŒckweg fand ich dann auf dem Mehringdamm noch ein historisches Einsatzfahrzeug (Pikettfahrzeug der Feuerwehr in der Schweiz) mit der Aufschrift: „Skrobek Schornsteinfeger“ und Baujahr 1964. Das Fahrzeug ist jetzt in Privatbesitz und fĂ€hrt mit einem Berliner Kennzeichen. Laut TĂŒrzeichen gehörte das Fahrzeug einem Besitzer in Bern/Schweiz:

Und wieder ca. 20 km geschafft. MĂŒhsam ernĂ€hrt sich das Eichhörnchen.

Park-Tour zur CharitĂ© Mitte

Nachdem wir uns im letzten Jahr nur beim SpÀtzle-Essen bei Herrn E. sehen konnten und wir uns davor sehr, sehr lange nicht gesehen hatten, trafen wir uns heute durchgeimpft (zumindest Frau W.) vorm Haus Schwarzenberg in Berlin-Mitte und liefen dann erst einmal förmlich ins Blaue!

Blau war auch der Himmel, es war richtig schön warm heute und die Sonne knallte ohne Ende. Was fĂŒr ein FrĂŒhling und was fĂŒr ein Tag!
Als erstes spazierten wir zum (Berlin) Hamburger Bahnhof und stÀrkten uns mit Pommes und Cola, dabei heckten wir den Plan aus, uns die Charité Mitte (den Park) nÀher anzusehen, sollten wir (pandemiebedingt) dort rein kommen. Wir kamen rein!

Über die Friedrichstraße gelangten wir zur Claire-Waldoff-Straße, von wo aus wir auf die Anlagen des ehemaligen französischen Hospitals gerieten. Von dort fĂŒhrten dann auch Wege direkt in den Park der CharitĂ©.

Den dreigeschossigen gelblichen Backsteinbau hat 1877/78 G. A. Gaillard als Hospital der französischen Kolonie in Berlin errichtet. Es ersetzte das baufĂ€llig gewordene Krankenhaus, das 1686 gegrĂŒndet wurde und das seit 1734 als französisches Hospital firmierte. An den Seitenpfeilern des Mittelportals standen Statuen des KurfĂŒrsten  Friedrich Wilhelm (1620-1688) und des Königs  Friedrich II. Nach der Zerstörung im II. Weltkrieg blieb nur der WestflĂŒgel erhalten. Die Außenfront wurde originalgetreu wieder hergerichtet und das GebĂ€ude durch flache Anbauten erweitert. Bereits 1926 war das Hospital als Altersheim Dorotheahaus nach Pankow Niederschönhausen verlegt worden. Seit der DDR-Zeit sind hier Teile der Verwaltung von Mitte sowie ein Kindergarten untergebracht. Das historische Bauwerk steht unter Denkmalschutz. (Quelle)

An die Unterzeichnung des Potsdamer Edikts am 29. Oktober 1685 erinnert oben gezeigtes Gedenkzeichen in Gestalt eines Pelikans, das am 29. Oktober 1994 vor dem ehemaligen HospitalgelĂ€nde der Französischen Kirche in der Friedrichstraße/Ecke Claire-Waldoff-Straße in Mitte enthĂŒllt wurde.

Im Park der CharitĂ© angekommen, erwarteten uns blĂŒhende BĂ€ume, aber auch sehr ungewöhnliche Streetart, ich weiß leider nicht, von welchem KĂŒnstler dies ist:

Auch hier war ich tatsĂ€chlich (sowohl, als auch) zum ersten Mal und war außerordentlich angetan von diesem parkĂ€hnlichem GelĂ€nde, welches trotz Corona offen hatte; ich aber ĂŒber den Park (bisher) kaum brauchbare Infos gefunden habe:

Zum spĂ€ten Nachmittag machten wir uns noch auf Mauerspuren in Richtung Bundeswehrkrankenhaus, wo wir uns die GedenkstĂ€tte GĂŒnter Leftin und den Invalidenfriedhof ansahen:

Frau W. fliegt nun erstmal zurĂŒck und das nĂ€chste Wiedersehen wird hoffentlich im Sommer sein? Ich hoffe es. Dann wird die nĂ€chste Tour gemacht! Ob zu Fuß oder mit Rad (Pankeradweg auf ihren Wunsch geplant), das werden wir dann sehen.

Ca. 13 km sollen das gewesen sein. Kaum zu glauben.

Wanderung Schönholz

Lockdown-Tour durch Wedding, Pankow und Reinickendorf

Heute war ich mal wieder fĂŒr ein paar Stunden zu Fuß unterwegs. Neben Streetart-Fotografie-Touren, die ich als Lockdown-SpaziergĂ€nge viel nutze (meist direkt in der City), brauche ich zwischendurch tatsĂ€chlich zwingend immer wieder „Luft“ und „Weite“, um aus Mitte raus zu kommen; wo es mir seit Pandemie-Zeiten einfach oft viel zu eng und zu voll an Menschen ist.
Also: einfach drauf los gestartet, wie immer ohne festen Plan, einfach nur ein bisschen ins GrĂŒne – auch in der Hoffnung, ein paar Sonnenstrahlen zu erhaschen!

– Birken an Birken in Schönholz

Perfekt eignet sich als Alternative und „Zwischenlösung“, bis man richtig im GrĂŒnen ist: immer wieder der Pankeweg, ob mit Rad oder zu Fuß. Das sollte auch heute wieder ein Startpunkt bei mir sein, los ging es diesmal im Soldiner Kiez im Wedding; mit Laufrichtung Kinderbauernhof Pinke-Panke gen Pankow:

In Richtung Schönholz war ich im letzten Jahr schon mal (mit dem Rad) unterwegs, allerdings war ich da ĂŒber eine andere Strecke und mehr in Richtung Rosenthal/Blankenfelde gefahren, wo dann schon richtig Wald, Felder und Wiesen mit richtigem Dorfkern vorzufinden ist.
Ein paar Wochen spĂ€ter hatte ich das dann auf LĂŒbars erweitert, denn dort ging es fĂŒr mich zum ersten Mal zum Doc (Covid-Praxis). Das muss ich bald mal wiederholen, auch mit LĂŒbars, wenn das Wetter etwas bestĂ€ndiger ist und es mir entsprechend gut geht. Es gibt wirklich sehr viele schöne Ecken rund um Berlin, die ich bisher verpasst habe.

Letztendlich lief ich weite Strecken entlang am Mauerweg Schönholz/Wilhelmsruh, bis ich zur ehemaligen Sektorengrenze in der NĂ€he der Kleingartenkolonie Schönholz angekommen war. Dort war auch eine Gedenktafel von Horst Frank zu finden. Was mich besonders fasziniert hat, waren die vielen Birken, die dort standen.

Den Volkspark Schönholz (direkt) habe ich heute nicht geschafft, mir anzusehen, ebenfalls nicht das Sowjetische Ehrenmal. Das sollte ich dann wirklich mal mit dem Rad machen und mir vorher eine Tour zurecht stellen.

Ein bisschen Lost Places gab es am Wegesrand: total verriegelt und verrammelt scheint es hier einen alten, stillgelegten S-Bahnhof zu geben:

Letztendlich gelangte ich kreuz und quer irgendwann nach Reinickendorf, wo u.a. auch die Siedlung Paddenpuhl anzufinden ist (quasi bunte HĂ€user).

Sonne gab es heute nur sehr wenig, nichts desto trotz: die schönste Strecke war die direkt in Schönholz und in Wilhelmsruh mit den vielen Birken! 😍

– die ungefĂ€hre und ursprĂŒnglich gedachte Route

Instagram-Route abgelaufen

FĂŒr heute hatte ich mir wieder eine Instagram-Route rausgesucht, mit Streetart, die mir zusagte und die ich fotografieren wollte. HierfĂŒr ging es kreuz und quer durch Mitte und Friedrichshain, ĂŒberwiegend zu Fuß, nur kurze Strecken legte ich mit dem ÖPNV zurĂŒck – davon immer nur so wenig wie möglich!

Gestartet war ich am Bahnhof Gesundbrunnen in Mitte, denn hier in der NĂ€he hatten die Streetart-KĂŒnstler StereoHeat und Skenar73 im Zuge des Berlin Mural Fest erst kĂŒrzlich ein großes Graffiti-Mural realisiert:

Über die Frankfurter Allee in Friedrichshain ging es zum Mural von El Bocho und nach einer kurzen Koffein-StĂ€rkung to Go ging es weiter in Richtung Kino Intimes.

Am Kino Intimes war ich schon Ewigkeiten (viele Jahre) nicht mehr, dementsprechend viel gab es natĂŒrlich fĂŒr mich zu gucken. Streetart von Donald Trump war in Anbetracht der aktuellen Lage gerade der große Renner, natĂŒrlich auch die Corona-Streetart, aber dazwischen auch viele lustige und ❀ liche Werke.

Zum Abschluss ging es wieder ĂŒber Mitte zurĂŒck, hier wollte ich zum Haus der Statistik, um dort wie gewohnt ein paar neue Sachen zu fotografieren. Dort machte ich allerdings und zum ersten Mal eine höchst unschöne Erfahrung mit einer Möchtegern-Security samt Hund, die mir mit erklĂ€rtem Bullshit das fotografieren verbieten wollte. Hierzu wird es noch eine Aussprache mit dem Haus der Statistik geben, denn ich lasse mir von Glatzen keinen Bullshit erzĂ€hlen, der nur darin grĂŒndet, vermeintliche Macht zu missbrauchen. Das Haus ist per Email informiert.

So blieb es heute bei diesen beiden Außenaufnahmen vom Haus der Statistik:

Die BegrĂŒndung war u.a., das die Streetart-KĂŒnstler nicht möchten, das ihre Werke fotografiert werden. 😀 Fast schon ein Schenkelklopfer.
War auch nur der Versuch einer nicht intelligenten Ausrede, um mich am fotografieren zu hindern. Aber hier komme ich wieder, das ist Gewissheit! Denn ich kenne meine Rechte(n) und Pflichten! 😉

Wenn der Wald im Moor steht

Atemberaubende Stimmung im Teufelsbruch

Der Spandauer Forst ist mit 1347 Hektar GesamtflĂ€che eines der grĂ¶ĂŸten Waldgebiete in Berlin. Er liegt an der nordwestlichen Stadtgrenze im Ortsteil Hakenfelde des Bezirks Spandau. Drei Teilbereiche im und am Spandauer Forst sind als Naturschutzgebiet ausgewiesen, zudem ist der gesamte Wald als Landschaftsschutzgebiet unter Schutz gestellt und als Fauna-Flora-Habitat-Gebiet sowie Vogelschutzgebiet teil des Natura-2000-Netzes.

Mit dem Bus 136 erreicht man die Haltestelle Aalemannufer, wo die Wanderung direkt gegenĂŒber in den Spandauer Forst startet. Mit Frau M. war ich allerdings bis Papenberge/Spandauer Landstraße gefahren, also ein oder zwei Haltestellen weiter, von wo wir dann aus in Richtung Wald einbogen sind.

HĂ€tte ich die Holzskulpturen des Schweinehirten mit den Wildschweinen nicht fotografiert, wĂŒsste ich heute nicht mehr, wo wir in etwa waren. Diese Motive ließen letztendlich RĂŒckschlĂŒsse darauf zu, das wir im Teufelsbruch samt Nebenmooren waren. SpĂ€ter entlang auf Holzpfaden. Die Seite: Outdoor aktiv und ökologisch beschreibt diese Skulpturenansammlung als „Wildschwein-Rastplatz“.

Der Schweinehirt ist von einem Mitarbeiter der Berliner Forsten mit der MotorkettensĂ€ge aus einem massiven Stamm geschnitzt worden. Um ihn herum findet man einige “Wildschweine”, die ausnahmsweise auch gestreichelt werden dĂŒrfen.
ZusĂ€tzlich steht an dieser Kreuzung eine große hölzerne Sitzecke, die zu einer Rast einlĂ€dt (was vielleicht in kĂ€lteren Tagen nicht besonders vorteilhaft ist).

Das Gebiet steht unter Naturschutz, deren Entstehung aus einem See heraus war und sich zu einem artenreichen Feuchtbiotop entwickelte. Durch starke Einschnitte, wie z.B. AufschĂŒttungen fĂŒr den Dammweg und die “Bötzow-Bahn”, wurde das ursprĂŒnglich deutlich grĂ¶ĂŸere Moorgebiet zu der jetzigen GrĂ¶ĂŸe verkleinert.
Im Jahre 1933 wurde dieses Gebiet auf Grund seiner seltenen Pflanzen- und Tierarten unter Schutz gestellt.

Teufelsbruch & Nebenmoore

Das Naturschutzgebiet „Teufelsbruch und Nebenmoore“ nimmt eine FlĂ€che von 48 Hektar ein. Es liegt im östlichen Teil des Waldes nahe der Niederneuendorfer Allee. Noch im 19. Jahrhundert stellte das heutige Teufelsbruch einen See dar und hieß damals Teufelssee. Das Teufelsbruch stellt ein ausgedehntes, mit Wald und GebĂŒsch bewachsenes Moor dar, in dem unter anderem rund 240 Pilzarten sowie ĂŒber 550 KĂ€fer- und 150 Spinnenarten registriert wurden. Durch BewĂ€sserungsmaßnahmen konnte der Lebensraum des vormals aus dem Spandauer Forst nahezu verschwundenen Moorfrosches wiederhergestellt werden.
Durch ein Wanderwegenetz kann das Teufelsbruch gut besichtigt werden, ohne die Flora und Fauna zu stören.

Wenn man ĂŒber die BrĂŒcke „Oberhavelsteg“ bis zum Aalemannkanal gelangt, kommt man zur FĂ€hre, die einen zum gegenĂŒberliegenden Ortsteil Tegelort ĂŒbersetzt. Am Kanal entlang kommt man dann wieder zur Bushaltestelle fĂŒr die RĂŒckfahrt.

Wenn man ganz hartgesotten ist, geht man zu Morgengrauen in die Moore, wenn die erste Sonne durch die Wipfel glitzert oder sogar FrĂŒhnebel den Wald schaurig-schön verhĂŒllt. Ich kann diese Strecke jedenfalls sehr empfehlen; um dort ein bisschen auszuspannen und das GefĂŒhl von viel guter Luft wieder zu bekommen!

Ca. 6 km waren das (mehr mit Sicherheit nicht):

50km Fotomarathon

Vierter Fotomarathon in Berlin

Wie schon in den Jahren 2010, 2012 (Abbruch) und 2013 war ich diesmal wieder mit am Start. Auch wenn ich dabei zu keinen nennenswert guten Fotos gelange, ist es jedes Mal auch der Reiz, ĂŒberhaupt den Fotomarathon an Strecke zu schaffen und das ist bei 12 Fotos (und ehemals 24) nicht gerade wenig. Im vorletzten Jahr hatte ich vorzeitig abgebrochen, da hatte es mit dem Team nicht ganz so geklappt (bzw. dem VerstĂ€ndnis des GegenĂŒbers, was ein Fotomarathon ist). Alles war schlecht und Scheiße – fĂŒr mich keine Basis, da hatte ich meine Zusammenarbeit entzogen.

– meine diesjĂ€hrige Startnummer

In diesem Jahr gab es bei mir enorme, gesundheitliche Einbußen (mit Reha), daher stellte sich fĂŒr mich die Frage: schaffe ich das diesmal ĂŒberhaupt? Und ja, ich habe es geschafft, es war aber auch Hölle! Dabei raus gekommen waren an die 50 km:

– 12 Fotos in 12 Stunden bei gut 50 km

Das Oberthema in diesem Jahr war: „Die Stadt voller GegensĂ€tze“. Die dazugehörigen Unterthemen waren in numerischer Reihenfolge: arm aber sexy, sexy aber dezent, dezent aber ein TraumtĂ€nzer, ein TraumtĂ€nzer aber gut bĂŒrgerlich, gut bĂŒrgerlich aber spannend, spannend aber alltĂ€glich, alltĂ€glich aber berĂŒhmt, berĂŒhmt aber zu spĂ€t, zu spĂ€t aber innovativ, innovativ aber zu teuer, zu teuer aber schwer verliebt und schwer verliebt aber unentschieden.

– Startschuss

Der diesjĂ€hrige Fotomarathon wurde von den Zwischenstationen mehr in Mitte ausgetragen. weswegen ich meine Touren zu Fuß auch entsprechend umsetzte. Mit diesem Kniff gelangte ich zielsicherer an meine Zwischenstempel, ohne die ich nicht hĂ€tte weiter machen können, denn die gemachten Fotos waren an zeitliche Fristen gebunden. Also bloß keinen Stau oder Störung bei der BVG riskieren (was generell im Fluss schon viel zu viel Zeit frisst) und mich nah an der jeweils nĂ€chsten Zwischenstation aufhalten. So war der Plan, der mir auch ganz gut gelang. Nur: meine gemachten Fotos… 😀 đŸ€Š Dabei war das so ein tolles Thema in diesem Jahr.

Mein Highlight am heutigen Tag war tatsĂ€chlich die geschaffte Kilometerzahl 50. Wenn das in Zukunft gut trainiert ist (wandern wĂ€re sicherlich ein guter Einstieg), dann klappt es mit Bestimmtheit auch mit besseren Fotos, weil man dann nicht mehr so mit seiner Kondition beschĂ€ftigt ist, die zusĂ€tzlich geschafft werden muss, was den Anspruch fĂŒr gute Fotos dabei aber ziemlich derbe runter schraubt. 😉

Auf einen nÀchsten Fotomarathon? Mit Sicherheit!

Spuk unterm Riesenrad – eine Tour im PlĂ€nterwald

Disneyland GDR

Der PlĂ€nterwald (heute Spreepark Berlin) im Bezirk Treptow-Köpenick war ein VergnĂŒgungspark und Prestigeobjekt der ehemaligen DDR. Er wurde zum 20. Republik-Geburtstag in 1969 unter dem Namen „VEB Kulturpark PlĂ€nterwald“ eröffnet und war mit jĂ€hrlich etwa 1,7 Millionen Besuchern der einzig große und dabei bestĂ€ndige Rummel (Freizeitpark) der DDR. Wahrzeichen des Parks war das 45 Meter hohe, weithin sichtbare Riesenrad, das noch 1989 erneuert wurde.

Nach der politischen Wende wurde der Spreepark seit 1991 zu einem Freizeitpark nach westlichem Vorbild umgestaltet, hatte aber besonders ab 1999 mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kĂ€mpfen; die Besucherzahlen brachen auf zuletzt 400.000 jĂ€hrlich ein. Seit der Insolvenz des Betreibers und der Schließung 2002 liegt das ca. 25ha große GelĂ€nde brach und erlebte eine populĂ€rkulturelle Mythisierung, aber auch unglaublich großen Verfall, Vandalismus und Zerstörung.

Selbst hatte ich als Kind einmal das Privileg von privat, nach Ost-Berlin reisen zu dĂŒrfen und einen Tag im PlĂ€nterwald zu verbringen, wovon ich allerdings nur noch bruchstĂŒckenhafte Erinnerungen habe. Das Riesenrad ganz klar, die Riesenrutsche, diese Autos auf einer Schiene – von den Mammuts und der Achterbahn ist hingegen bei mir gar nichts an Erinnerung vorhanden. Kettenkarussell könnte sein, heute muss ich dabei immer an den Alexanderplatz denken, denn dort steht solch ein Karussell. Ist es vom PlĂ€nterwald?

In diesem Jahr war Bloggertreffen und es gab eine zweistĂŒndige Tour durch den ehemaligen Park. Leider war es viel zu sonnig (der Fotografie wegen) und die heutige Besucherzahl hatte eine Dimension von Menschenmassen. Schön war das nicht, dafĂŒr eine vielleicht bis dahin einmalige Chance, noch einmal in den wenigen Kindheitserinnerungen schwelgen zu können, von denen ich nur sehr wenig habe.

Nachtrag: 2014 wurde das GelÀnde durch Brandstiftung schwer getroffen. Alt-England gibt es seitdem nicht mehr, auch andere Attraktionen mussten abgerissen werden. In den Jahren 2017 und 2018 wurde das GelÀnde vom Gift Arsen [sic!] befreit, welches bis in fast 3m Tiefe abgetragen werden musste. 1.700m³ war der geschÀtzte Wert an kontaminiertem Boden, möglich aus DDR-Zeiten stammend.

– der PlĂ€nterwald am Treptower Park; der Versuch die Route zu errechnen

Fotomarathon Berlin 2013

Wieder mitgemacht, durchgehalten und angekommen!

Schon im Mai meldete ich mich fĂŒr den diesjĂ€hrigen Fotomarathon in Berlin an, denn dieses Jahr wollte ich es endlich wieder schaffen!
2010 nahm ich an meinem ersten Fotomarathon teil – und kam auch durch das Ziel. Ich hatte vereinzelt vielleicht gute Fotos gemacht, aber nicht wirklich eine Serie. 2010 zĂ€hlte fĂŒr mich das Mitmachen.
Letztes Jahr war ich Teambedingt vorzeitig ausgeschieden. Neben dem Ärger war das Wetter zusĂ€tzlich noch von Dauerregen begleitet und der Rest ist nichts fĂŒrs Internet. Ein altes Sprichwort sagt: „Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende“. Und beim zweiten Punkt war ich viel zu lange zu nachgiebig. Ich bin ein sehr lösungsorientierter Mensch und ich mag es nicht, wenn man aufgrund eigener nicht geschaffter Ziele, die man sich vorher gesteckt hat, das Ziel anderer konzentriert zerstört, damit man nicht alleine mit dem Misserfolg da steht. Das ist kein Fair Play und Teamgeist geht anders!

Durch eine EinschrĂ€nkung ist fĂŒr mich ein Fotomarathon immer wieder eine neue und sehr große Herausforderung. Und ich finde es sehr wichtig, seine Grenzen auszuloten, sich was zuzutrauen, alles zu geben – fĂŒr sich selbst und (wenn es klappt, auch): fĂŒr gute Fotos! Neue Menschen kennen zu lernen und sich auszutauschen und ggf. zu vernetzen. Denn: einen Fotomarathon kann man auch privat machen und sich z.B. ein interessantes Thema raus suchen. Letztendlich ist das neben der körperlichen Grenzerfahrung auch immer gutes Brainstorming!

– meine diesjĂ€hrige Startnummer, noch ganz frisch

Diesen Samstag ging ich ohne großen Vorbereitungen zum Fotomarathon. Ich nahm zum ersten Mal keine Hilfsmittel mit. Auch kein Stativ, was fĂŒr mich zu viel körperliche Last gewesen wĂ€re. Und auch vom Kopf her wollte ich „frei“ an das Thema heran gehen. Einzig an der Kamera hatte ich meine Kontraste im Vorfeld etwas höher gesetzt, was man an den Fotos unten gut erkennen kann. Ich bin logischerweise nicht wirklich zufrieden mit der Serie, dafĂŒr aber umso mehr anhand eines Fotos, welches bis  heute nicht in das Foto-Archiv verschwindet!

Nur zum Spaß (nach dem Motto: „könnte ja gut werden, nichts unversucht lassen“) suchte ich mir jemanden, mit dem ich gemeinsam losziehen wollte, aber immer im Hinterkopf – wenn es nicht funktioniert, gehen wir getrennte Wege. Und so war es auch – gleich zu Anfang an. Fand ich sehr fair, das wir beide zu dem Entschluss kamen und wir uns mitteilten. Manchmal passt es eben nicht.

– kurz vor dem Startschuss am Park am Nordbahnhof

Dieses Jahr stand (wieder) alles auf grĂŒn! Ich hatte zwar schlecht geschlafen, aber das Wetter war sehr gut. Am Nordbahnhof bekam ich von Tita meine Startnummer und diverse Utensilien wie einen Stadtplan und Heftchen fĂŒr die Passanten etc. und gegen 11 Uhr fiel der obligatorische Startschuss.

Das Oberthema: „Was fĂŒr eine Überraschung“ wurde bekannt gegeben. Die Unterthemen waren: 1. Eintauchen, 2. Irrwege, 3. Ausgetrickst, 4. Hauptgewinn, 5. Wie gewonnen so zerronnen, 6. Verschwommen, 7. Das Schicksal nimmt seinen Lauf, 8. Froschkönig, 9. Verzaubern, 10. Halbwelten, 11. Verflucht und 12. Abtauchen. Zum VerstĂ€ndnis: Ganz am Anfang des Marathons bekommt man nur das Oberthema mitgeteilt und den ersten Themenzettel mit den ersten Unterthemen (in diesem Jahr nur 4 Fotos pro Themenzettel an jeder nĂ€chsten Station).

Los ging es fĂŒr mich in Gesundbrunnen & Wedding, da die erste Zwischenstation im Stattbad Wedding war. Ich lag sehr gut in der Zeit (zu erkennen auch an der Uhr) und war ĂŒberpĂŒnktlich vor Ort. Daher konnte ich auch die Schwimmhalle noch von innen fotografieren; ein super schöner Nebeneffekt fĂŒr mich!

Mittlerweile wusste ich durch meinen neuen Themenzettel, das ich gegen 19 Uhr in Neukölln sein musste, um mir den vorletzten Stempel abholen zu können. Ich verlagerte also den Kiez von Wedding nach Neukölln. Dort drehte ich bis kurz vor Schluss meine Runden, denn gegen 23 Uhr musste ich beim Badeschiff in Treptow-Köpenick sein und wollte den bald anstehenden Sonnenuntergang (nebenher) genau dort in den Kasten bekommen. So entstanden diese Aufnahmen (natĂŒrlich ohne Stativ, siehe oben), die mir gerade noch so einigermaßen gut gelungen sind:

Ich war pĂŒnktlich und schaffte es ins Ziel. Zuvor wurden bei einem Kaffee auf dem Badeschiff noch die letzten Fotos von mir aussortiert, bevor ich meine Serie von 12 Fotos der Jury ĂŒbergab und meine erste Urkunde entgegen nehmen konnte:

12 Fotos in 12 Stunden sind sehr gut zu schaffen. Ich hatte das GefĂŒhl, mich mehr mit dem Thema befassen zu können, um im Zeitplan zu bleiben. Am Anfang hakt es zwar meist immer ein wenig, aber wenn die ersten Fotos im Kasten sind, hat man auch fĂŒr sich seinen Anspruch gefunden. Wenn man GlĂŒck hat, ist dieser umgesetzt sogar auch hoch geschraubt.
Ach ja, ich bin mindestens 40 bis 50 km gelaufen. Ich habe mir das bei Google Maps mal in etwa ausrechnen lassen. Das ist schon krass. Mein Fuß ist heute am Sonntag zwar noch ziemlich dick, aber es wird schon besser.

Ein Fotomarathon lohnt sich auf jeden Fall und immer! Man lernt in Serien zu denken und zu fotografieren (zumindest ist der Versuch der Umsetzung da und das man sich damit befasst). Ein gutes Bild zu machen ist einfach. Eine ganze Reihe von 12 Fotos zu machen, die alle zueinander passen: aber ganz schön schwer. Und wenn man einmal damit angefangen hat, will man nicht mehr anders fotografieren! Letztendlich ist es aber immer die praktische Übung und Umsetzung, um darin besser zu werden. Ein paar meiner Fotos (Signalfarbe rot als Konzept im Versuch):

Was mich immer wieder rĂŒhrt, ist; dass Andrea und Tita mich „jedes Jahr“ aufs Neue begrĂŒĂŸen, meinen Namen wissen uns sich freuen, das ich wieder da bin. Und das, obwohl ich dort noch nicht mal richtiger „Stammgast“ bin. 🙂 Sowas ist schön! ❀

Marathon „Zeitreise Berlin“

Mein erster Marathon & Fotomarathon

Es gibt einige Menschen, die wissen einen Fotomarathon leider nicht zu schĂ€tzen. Das es neben der Fotografie auch sportlich einhergeht und wirklich eine Menge abverlangt, wird leider oftmals mit dem „Spaßfaktor“ vermischt, was sehr schade ist! Schon in den Jahren, als ich noch nicht in Berlin wohnte, war mein Auge auf den Fotomarathon gerichtet und 2010 sollte dann der Anfang fĂŒr mich sein! Einfach mitmachen, keine große Strategie oder Plan, sondern einfach nur: schaffen!

Das ein „einfach so mitmachen“ dabei der beste Plan war, wage ich heute im Nachgang zu bezweifeln, aber zumindest war ich damit sehr unbedarft an dieses Event heran getreten, was wiederum auch etwas Gutes hat! Ich hatte einen freien Kopf und keine Erwartungen – nur den Wunsch, das Ziel in den 12 Stunden zu durchlaufen und dabei hoffentlich schöne Fotomotive machen zu können.

Dort angekommen, wurden erstmal alle Infos verteilt, die Startnummer musste man gut sichtbar an Rucksack, Tasche etc. anbringen, es gab Heftchen fĂŒr Passanten auf der Straße, falls man diese ablichten wollte – damit sie wissen, wo sie sich ein paar Wochen spĂ€ter in der Ausstellung bestaunen können und dann ging es mit dem obligatorischen Startschuss auch schon bald los.

Wichtig beim Fotomarathon ist es nĂ€mlich, eine Serie von 24 Fotos so zu fotografieren, das ein roter Faden darin ersichtlich wird. Gut ist auch immer, ein paar kleine Utensilien mit dabei zu haben, falls mal eine Idee nicht umgesetzt werden kann, um einen „Joker“ zu haben oder auch kompensieren zu können.
In den Vorjahren gab es z.B. einige Teilnehmer, die ihre Serien mit Baustellen-AbsperrbĂ€ndern fotografierten oder die sich mit Miniaturfiguren bedient haben. Dies war als roter Faden auf allen Fotos vorhanden, natĂŒrlich den unterschiedlichen Situationen gewidmet. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt, allerdings wird es auch immer schwieriger, eine Idee zu finden, die es bisher noch nicht gab!

Startpunkt war in diesem Jahr die JĂ€gerklause in Friedrichshain. Das Thema wird bekannt gegeben, die ersten Themenzettel werden verteilt, es fĂ€llt der Startschuss und auf gehtÂŽs: in den Großstadtdschungel BerlinÂŽs!

Das Oberthema in diesem Jahr war: „Zeitreise Berlin“. Die dazugehörigen Unterthemen waren in numerischer Reihenfolge: Zeitzeugen, Niemandsland, vorwĂ€rts immer rĂŒckwĂ€rts nimmer, bunt gemischt, LebenskĂŒnstler, arm aber sexy, schrĂ€g, GrĂŒnderzeit, ich hab noch einen Koffer in Berlin, hin und weg, frĂŒher war alles besser, das ist die Berliner Luft, verĂ€ndern, auf halber Strecke, getrennt, Freistil, ich sehe was was du nicht siehst, bewegen, Berliner BohĂšme, gemeinsam einsam, geheimnisvoll, am Rande der Zeit, NachtschwĂ€rmer und Berlin 2020.

Bei der ersten Zwischenstation bzw. was dann als nÀchste Etappe zu schaffen war, wurde es anhand der Fotos ebenfalls nicht besser. Shit Happens!

Und so riss bei mir der rote Faden um die nicht so gelungenen Fotos nicht ab:

Mittlerweile war es schon spÀt am Abend, seit gut 10 Stunden auf den Beinen und man wollte nur noch, das es aufhört. Bis dahin mussten aber noch 5 Fotos in den Kasten. Das schuften ging also weiter, viel Anstrengung schaffte ich aber nicht mehr:

Was ich aber geschafft habe, sind 4 Stempel bei 4 Zwischenstationen bekommen zu haben, was auch heißt, das ich zeitlich gerade noch so ĂŒber die Ziellinie gekommen bin. 12 Stunden laufen. Mein erster Marathon und ich: so glĂŒcklich! 😀

Ob ich jetzt noch einen Preis gewinne, ist fĂŒr mich ehrlich gesagt: zweitrangig. Ich kenne mich (gut) und weiß, das gute Fotos bei mir immer Zeit (und Ruhe) brauchen. Außerdem weiß ich auch, was ich fotografiert habe, was nicht der Burner war. Aber: ich wollte ja durch die Zielgerade! DafĂŒr war ich (gerade noch) fix genug! 😍

Ich muss zugeben, es gab einige Momente, an denen ich mich am liebsten vor Erschöpfung heulend auf den Fußboden gelegt hĂ€tte, einfach um nicht mehr laufen zu mĂŒssen und heulend: weil ich den Fotomarathon damit nicht geschafft hĂ€tte. Man entwickelt wirklich fast schon infantile CharakterzĂŒge, die tragende Hand, die einen im Beamer-Effekt sofort auf die Couch legt.
24 Fotos in 12 Stunden ist ein enormer Zeitdruck, möchte man in „seiner Serie mit dem roten Faden“ bleiben bzw. die Ideen dazu auch ĂŒberhaupt erstmal umsetzen können. Das bis zum Schluss zu schaffen, ist eine ganz andere Herausforderung, ich sagÂŽs euch!
Ob mir das in den nÀchsten Jahren besser gelingen wird? Das wird sich zeigen!