Wandern in der Pandemie

Die vierte Welle

Seit Anfang November war fĂŒr mich der Entschluss gefallen, Touren mit Wandergruppen erstmal wieder auszusetzen. Lose Wandergruppen sind mir derzeit einfach wieder zu riskant. Man kennt niemanden, es gibt keine Kontaktliste und nur wenige benutzen die WarnApp.
Wenn ĂŒberhaupt, habe ich ca. 3 (feste) Personen, mit denen ich in der Vergangenheit sporadisch immer mal wieder unterwegs war, von denen ich weiß, das sie absolut verlĂ€sslich sind und die Pandemie ernst nehmen. Und die bleiben auch fest, ansonsten wandere ich alleine.

Leider gibt es bzgl. Wandern nur wenige Informationen. Klar ist, Abstand halten, Maske auf (wenn der Abstand nicht gehalten werden kann) – das ĂŒbliche an der so genannten AHA-Formel, die bereits erweitert wurde.

Bitte wandern Sie möglichst nur alleine, mit der Familie oder mit Angehörigen des gleichen Haushalts und beachten Sie unbedingt eventuelle Ausgangs- und ReisebeschrÀnkungen in Ihren jeweiligen BundeslÀndern!

Coronavirus und COVID-19: Wandern und Wanderwege – Deutsches Wanderinstitut e.V.

Derzeit bin ich vom Wetter ziemlich angepieselt. Dazu kommen die ganzen Auffrischimpfungen bei mir, womit Wandern tabu (und auch gar nicht möglich) ist, aber das lÀuft mir ja nicht weg.
Evtl. schaffe ich nochmal eine Strecke Anfang nÀchster Woche, ansonsten gehts erst ab Dezember an den Wochenenden bei mir weiter.

Gelaufene Kilometer

Was sind 15 Kilometer?

Mittlerweile konnte ich durch den Aufbau des Blogs feststellen, das meine vergangenen Routen – ob in der Stadt oder auch mehr im JWD – immer ungefĂ€hr am Kilometerstand 15 lagen (manchmal nur 10 bis 12) und ich habe mich natĂŒrlich gefragt: was sind 15 Kilometer?!
Ich bin ja totaler Newbie in Sachen „richtiges“ Wandern und so habe ich mich mal auf die Suche gemacht, was ich online darĂŒber finde.

So steht im Renner XXL Magazin:

(…) ein Wanderer schafft im Durchschnitt rund 15 km am Tag. GeĂŒbte Wanderer schaffen zwischen 20 und 26 km am Tag.

https://www.outdoor-renner.de/blog/gehzeit-wandern-trekking-berrechnen.html

Als geĂŒbt wĂŒrde ich mich zwar (noch) nicht sehen, höchstens in Vergangenheit als nicht ganz unerfahren und ich habe tatsĂ€chlich gemerkt, das mir aktuelle Wanderungen bis höchstens 12 km sehr gut bekommen, ohne das es dabei zu einem schwerem Erschöpfungsprozess (der sich nicht gut anfĂŒhlt) oder zu Schmerzen kommt. Meine erste Gruppenwanderung im Oktober diesen Jahres lag z.B. bei gut 15 Kilometern und da ging es mir auf die letzten Meter echt grenzwertig.

– Wald in Wandlitz

Bei mir gibt es an einem Bein schon seit lĂ€ngerem Probleme, hier muss ich mal sehen, wie das mit meinen neuen Schuhen wird. Das wird also Punkt 1 auf meinem Plan. Mein Bein in dreierlei Hinsicht vom Doc abchecken zu lassen. Bis dahin belasse ich es bei Wanderungen von 10-13 Kilometern und ich ĂŒbe mich in KontinuitĂ€t und Ausdauer.
Jetzt freue ich mich aber erst einmal, das ich mit meinen Strecken nicht ganz so weit hinten liege und hoffe, das ich irgendwann auch mal ein ganzes Wochenende lang (mit Übernachtung auswĂ€rts) wandern kann. 🙂

GPS-Tracking schreit nach Powerbank

Das erste, was ich real im Learning by Doing bzgl. des WandernÂŽs und des GPS-TrackingÂŽs erfahren habe, ist: das man im Wald und in der Pampa ganz schnell ohne was da stehen kann und evtl. auch keine „analoge“ Wanderkarte bei sich hat, geschweige denn von den Fotos, die man nicht mehr machen kann, weil der Akku alle ist!
Fehlendes GPS-Signal oder kein Handyempfang ist manchmal auch sehr unangenehm, denn letztendlich sollte das Handy auch fĂŒr NotfĂ€lle immer gut aufgeladen auf jeder Strecke mit sich getragen werden.

Zugegeben, ich habe generell schon ein sensibles Smartphone, das im Winter immer in einen extra dicken Handschuh kommt (das fotografieren muss dann schnell gehen), weil es extrem auf KĂ€lte reagiert.
Was das ausgehen des Smartphones in Hinsicht auf das GPS betrifft, gibt es dafĂŒr eine elegantere Lösung: eine Powerbank, die dafĂŒr sorgt, das der Weg gezeigt wird, aufgezeichnet werden und man sogar auch noch ausgiebig Fotos machen kann. Perfekt, wenn man wegen des Gewichts keine KameraausrĂŒstung mit sich rum schleppen möchte.
NatĂŒrlich geht das irgendwann auf den Akku des GerĂ€tes, ein externes GPS-GerĂ€t statt App ist generell fĂŒr die Zukunft die bessere Alternative.

– blau macht glĂŒcklich 😉 – volle LED-Anzeige

Aber ich fange erst einmal an und probiere mich aus, mit einem gĂŒnstigen GerĂ€t (10.000 mAh), welches seit Jahren immer wieder positive Bewertungen bekommen hat. Es ist mittlerweile auch schon einmal (zu Hause) getestet worden, dreimal kann ich damit mein Smartphone vollstĂ€ndig aufladen; dabei gibt es zwei Kritikpunkte, das Kabel ist nicht stimmig (das lange Handyladekabel geht aber) und es lĂ€dt sehr lange auf, womit ich aber gut leben kann. An die 3 Stunden kann ich mit vollem „Power der Bank“ rechnen und das ist schon eine sehr gute Leistung.

Mal sehen, ob ich noch ein kleines Kabel bekomme, das wÀre praktisch, weil man es mit dem Smartphone doppeln kann. Darin bin ich aber nicht ganz so technikaffin und werde am besten nochmal zu Media Markt gehen.

Mit Hanwag, statt Meindl unterwegs!

Ich bin gerade ein bisschen richtig glĂŒcklich. Ich habe neue Wanderschuhe, wenngleich es keine Meindl (Borneo) geworden sind. Bei Meindl gefallen mir die Sohlen besser, auf Ă€hnlichen war ich 30 Jahre lang mit meinen alten Wanderstiefeln gelaufen. Ich bin es also gewohnt, in solchen Stiefeln zu laufen, wo andere sagen wĂŒrden, sie wĂ€ren ihnen zu schwer.
Bei mir sind es nun aber die „Nazcat“ geworden, die sehr Ă€hnlich den Borneo sind und sie laufen sich auch sehr gut. FĂŒr mich gab es ein unschlagbares Angebot fĂŒr diese neuen Schuhe, wo ich zugreifen musste.

Eine erste Tour habe ich damit bereits gemacht, unterwegs in Karow und Buch haben sie mich durch das Landschaftsschutzgebiet begleitet.
Klar, brauch ich irgendwann noch gute Laufschuhe. Aber bis es zu langen Strecken bei mir kommt, wird es sicherlich noch dauern. Und: ich brauch noch viel mehr an AusrĂŒstung, aber auch hier gilt: eins nach dem anderen!

nachgeholten Fotomarathon abgesagt

Ende August hatte ich mich nach lĂ€ngerer Zeit mal wieder fĂŒr den Fotomarathon Berlin angemeldet, der ja im Sommer Corona-bedingt auf einen spĂ€teren Zeitraum verlegt werden musste.
Gerade in diesem Jahr hÀtte er mir sehr viel bedeutet; sogar ein kleines Konzept hatte ich anfangs schon parat, was sich nun nicht umsetzen lÀsst.

Im September hatte ich mir ja (fast?) den Zeh gebrochen, der mittlerweile wieder ganz gut verheilt ist. Aber ich bin eben immer noch krank, die EntzĂŒndung, die seit Jahresbeginn noch in den Lungen saß, sitzt nun woanders und das schon den ganzen Oktober, auch wenn ich gerade das GefĂŒhl habe, das es so langsam (wieder) besser wird. Da kann man keinen Fotomarathon machen, das geht nicht. Und ich fĂŒrchte auch, hier hatte ich meine Ziele zu hoch gesteckt, weil eben: ja, gerade dieser Fotomarathon mir in diesem Jahr sehr viel bedeutet hĂ€tte, ohne weiter drauf einzugehen. Ich lag also die ganze Zeit flach, fĂŒhle mich immer noch k.o. und mit meinem Background wĂ€re das einfach nur total unvernĂŒnftig!

Fotomarathon digital und doch vor Ort

Der diesjÀhrige Fotomarathon ist kontaktlos und so richtig digital! Fotomarathon schreibt:

10:00 Uhr: Es geht los! Per Mail erfahrt ihr das Rahmenthema und die ersten 5 Einzelthemen. Es ist wichtig, dass ihr das Rahmenthema bei eurer Motivsuche immer vor Augen habt, damit es am Ende eine stimmige Reihe wird.
14:00 Uhr: Per Mail erhaltet ihr die letzten 4 Themen, die ihr dann bis 19:00 Uhr spĂ€testens fotografiert haben mĂŒsst. Eure Bilder könnt ihr dann bis 23:59 Uhr unter http://www.weTransfer.com hochladen. Genaue Infos folgen noch.
19.00 Uhr: Die Fotoserie muss hochgeladen werden. Weitere Details werden per Email folgen.
Wenn ihr analog fotografiert, mĂŒsst ihr euren Film bis 26.10.2020 zu uns schicken. Die genaue Anschrift schicken wir euch noch per Email zu. (Quelle: Fotomarathon)

So gesehen hĂ€tte man natĂŒrlich den Fotomarathon vielleicht sogar auch zu Hause machen können. Aber, ist das dann noch ein Marathon? Auf jeden Fall ist es ne coole Idee, das es so umgesetzt werden konnte, das es die Möglichkeit einer Alternative gibt. Die Ausstellung dazu soll in diesem Jahr evtl. in einer 3D-Ausstellung sein.

– abgebrochener Fotomarathon in 2012, Foto: Frau G.

Ich kann mir ja nun in Ruhe ĂŒberlegen, ob ich einen nĂ€chsten Fotomarathon vielleicht auch mal mit dem Rad machen wĂŒrde. Von den Spielregeln her dĂŒrfte da eigentlich nichts dagegen sprechen. Mehr wird aber nicht verraten. Ich habe da nĂ€mlich schon eine Idee! 😉

FĂŒr morgen wĂŒnsche ich allen Teilnehmenden „Gut Licht“ und viel Spaß!

Ab heute mit Ostrad!

Heute habe ich mir von Matthias das Rad in Pankow abgeholt. Nur durch Zufall sah ich sein Facebook-Posting und das Tourenrad sprang mir (auch rein optisch) sofort ins Auge. Wenige Interessenten – mein GlĂŒck!
Wir haben Mai 2020, die Pandemie hat erst begonnen und ich gurke seitdem mit einem alten Behelfsfahrrad durch Berlin & Umland. Auch der Preis, fĂŒr das es abgegeben wird, hĂ€lt sich fĂŒr mich gerade noch im Machbaren, also schlage ich zu, zumal Matthias quasi auch ein Kollege von mir ist und ich daher sicher gehen kann, das mir kein Schrott verkauft wird.

– schon den Balkan befahren und gut in Schuss

Vor Jahren hatte ich schon einmal ein Ă€hnliches zur Leihe, aber da war der Funken bei mir einfach noch nicht ĂŒbergesprungen. UrsprĂŒnglich bin ich Mountain-Biker mit Leidenschaft, aber der Wunsch, ein Tourenrad zu fahren, keimte einfach schon seit gut 10 Jahren in mir, hatte es nur nie umgesetzt. NatĂŒrlich stand da auch viel Faulheit dahinter.

Es gab eine Proberunde, ein kleiner Kaufvertrag mit einstiger Kaufrechnung wurde gemacht und was auch sehr gut ist, das Rad wurde einst bei der Polizei gegen Diebstahl registriert. Ob das viel bringen wĂŒrde, keine Ahnung, aber wir haben heute eine korrekte Kaufabwicklung gemacht.

– alle vier Fotos sind von Matthias

Doch, das ist ein Rad, wo ich sofort dachte, das ist es. Damit möchte ich auch lÀngere Touren fahren, was in Richtung Radwandern geht. Bis dahin muss die Stadt reichen und: ich muss mich trainieren, damit meine Muskeln wieder dahin kommen, wo sie hin gehören.
Jetzt heißt es: das Ostrad ausgiebig zu testen und das im FrĂŒhling! Auf zu einer ersten Tour, die nun auch schonender fĂŒr mich „zu treten“ ist!