Plötzensee mit dem Rad

Einmal Plötze bitte!

Man kann es nicht wirklich eine Radtour nennen, aber es war die erste „offizielle“, denn mit Anne möchte ich noch weitere Strecken ablegen, was aber wohl vermehrt mehr den SĂŒden und Westen von Berlin betreffen wird. Und ein bisschen Mitte. Selbst bin ich schon mehrstĂŒndige Touren gefahren, allerdings kreuz und quer durch Berlin und Umland, was aber weniger mit einer ausgesuchten Radtour zu tun hatte.

Anne wollte zum Plötzensee. Also ging es los am Treffpunkt BeusselbrĂŒcke gegenĂŒber der roten Brandwand von Herakut – ĂŒber die Siemensstraße und Putlizer BrĂŒcke mit einem Abstecher zum Nordufer, um einmal A) das dort verewigte Einhorn Anne zu zeigen (großer Fan von) und B) weil ich Anne neben dem RKI auch die denkmalgeschĂŒtzten GebĂ€udeensemble (Wohnanlage mit 3 Hinterhöfen und Hausgarten) direkt am Ufer des Kanals zeigen wollte. Der Hof war da natĂŒrlich zu.^^

Am Berlin Spandauer Schifffahrtskanal waren wir auch noch kurz.

Letztendlich war ich diese Bereiche rund um die CharitĂ©, das RKI, dem schönen Nordufer wĂ€hrend des Lockdowns schon ein paar Mal abgelaufen und im MĂ€rz diesen Jahres war ich einmal nah am Plötzensee mit dem Rad angelangt, da hatte ich dann aber einen Platten und war wieder umgekehrt. Google Maps bzw. der Stadtplan mussten heute trotzdem noch ein paar Mal zur Hilfe genommen werden. 

Laut Weddingweiser ist der Plötzensee kein Baggersee und schon gar kein kĂŒnstlich aufgestauter Weiher. Der einzige natĂŒrliche See in Mitte ist nĂ€mlich stolze 740 Meter lang und 7,85 Hektar groß. Wie auch viele brandenburgische Seen ist die “Plötze” ein Relikt der Eiszeit. Das beliebte Ausflugsziel hat aber weder einen Zu- noch einen Abfluss. FrĂŒher war der See fĂŒr seinen Fischreichtum bekannt – daher auch die Bezeichnung nach dem Karpfenfisch Plötze.

Nachdem wir gegenĂŒber dem Strandbad fĂŒr ein Sonnenbad eine kleinere Pause fĂŒr einen Kennlern-Schnack einlegten, fuhren wir kurz darauf einmal rund um den See, um am Ende noch in der Fischerpinte Einkehr zu halten – leider war hier die Sonne schon hinter den BĂ€umen verschwunden. Ich kannte die Fischerpinte ebenfalls noch nicht und hoffe, das ich dort im nĂ€chsten Jahr ab FrĂŒhjahr öfter mal verweilen werde – schon allein dafĂŒr ist ein Ausflug zum Plötzensee eine Reise wert (vom Tretbootfahren/Rudern ganz abzusehen). Urig gemĂŒtlich und schön lauschig! ❀

ZurĂŒck ging es dann fĂŒr uns ĂŒber die Seestraße zur Amrumer Straße. Auf dem Weg dorthin haben wir uns von außen noch das Institut fĂŒr GĂ€rungsgewerbe und das ehemalige Zuckermuseum (Institut fĂŒr Zuckerindustrie) angesehen.

Nun hoffe ich mal, das es bei mir gesundheitlich weiterhin so stabil bleibt, damit ich ab nĂ€chsten FrĂŒhjahr wieder besser Rad fahren kann, um dann auch mal ausgedehntere Fahrradtouren (mit Anne) machen zu können; aber auch allein. Bis dahin werde ich auf das Wandern ausweichen bzw. damit Vorlieb nehmen.

– noch keine getrackte Route bei Komoot

GeschĂ€tzte 13 km sind wir bei der „Kennlern-Tour“ gefahren. Ein sehr schöner Tag, was Wiederholung bedarf! 🙂